{"id":13859,"date":"2019-06-04T23:34:42","date_gmt":"2019-06-04T21:34:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ben-cms.de\/web005\/?page_id=13859"},"modified":"2019-06-04T23:34:42","modified_gmt":"2019-06-04T21:34:42","slug":"historie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/tusferndorf-tischtennis.de\/?page_id=13859","title":{"rendered":"Historie"},"content":{"rendered":"<h3>Ein halbes Jahrhundert Tischtennis im TuS Ferndorf<\/h3>\n<p class=\"text-content\" align=\"justify\">In England wurde Prinzessin Elisabeth zur K\u00f6nigin gekr\u00f6nt, erstmals bestieg ein Mensch den Mt. Everest und der VW-K\u00e4fer war noch f\u00fcr 4000,- DM zu bekommen.<br \/>\nGenau in dem Jahr, in dem die Ferndorfer Feldhandballer Westfalenmeister wurden, da begann man in Ferndorf 1953 mit dem Tischtennissport.<br \/>\nDer Grundstein f\u00fcr die Tischtennisabteilung wurde bei Stengers gelegt. In deren Kornkammern hatte die Gruppe um Helmut Stenger, Gerd Siebel, Gerhard Klein und Walter Schweissfurth die M\u00f6glichkeit auch bei schlechtem Wetter dem Tischtennissport nach zu gehen.<br \/>\nDer Anfang war gemacht und im selben Jahr wurde im TuS Ferndorf eine Tischtennis- Abteilung gegr\u00fcndet und die erste Seniorenmannschaft dem Kreis Siegen zum Meisterschaftsbetrieb gemeldet. Sonntagsmorgens um 10.00 Uhr fanden in der Turnhalle neben Hotel Finke die ersten Meisterschaftsspiele statt. Trotz gro\u00dfer Schwierigkeiten (einzige Trainingsm\u00f6glichkeit war Mittwoch, 22.00 &#8211; 24.00 Uhr) gelang der Aufstieg in die 1.Kreisklasse bereits im Jahr 1955. Aufgrund von Spielerabg\u00e4ngen und versp\u00e4teter bzw. gar nicht gezahlter Verbandsabgaben stand die Abteilung aber bereits 1956 vor dem Aus.<\/p>\n<p>Walter Schweissfurth dankte als Abteilungsleiter ab und Georg Franz \u00fcbernahm die kl\u00e4glichen Reste einer in einem desolaten Zustand befindlichen Abteilung. Eberhard Bienhaus wurde zum Abteilungsleiter ernannt.<br \/>\nDie Suche nach geeigneten Trainingsm\u00f6glichkeiten war in den n\u00e4chsten Monaten das bestimmende Problem. \u00dcber die &#8216;alte Schule&#8217; neben dem heutigen Heimatmuseum und die &#8216;kleine Schule&#8217;, die man in Eigenregie komplett renovierte, wurde 1957 der Kinosaal der Gastst\u00e4tte Rottmann die neue Trainingsst\u00e4tte der Abteilung. Trotz teils katastrophaler Umst\u00e4nde (schlechte Lichtverh\u00e4ltnisse, keine Bel\u00fcftung, Zahlung der Stromkosten aus eigener Tasche) stieg die Zahl der Aktiven weiter an.<br \/>\nIm Jahr 1959 holte die Jugendmannschaft sensationell den Kreismeistertitel, obwohl viele erst ein halbes Jahr in der Abteilung aktiv spielten.<br \/>\nNach sieben schweren Jahren konnte man endlich im Oktober 1960 die neue Schulturnhalle beziehen. Leider blieb die Trainingszeit auf 2 Stunden beschr\u00e4nkt. Freitags von 18.30 &#8211; 20.30 Uhr fanden sowohl Training als auch Meisterschaftsspiele statt.<br \/>\nSo konnte man auch erstmals Vereinsmeisterschaften austragen, die im Dezember von Dieter Henkel gewonnen wurden.<br \/>\nDurch das fr\u00fche Ansetzen der Meisterschaftsspiele und die dadurch entstandenen Probleme f\u00fcr die Gastvereine drohte der Kreis mit Strafen. Doch durch die Unterst\u00fctzung des 1. Vorsitzenden, Fritz Crevecoeur und dessen Stellvertreter, Theo Schweissfurth wurden auch diese H\u00fcrden gemeistert. Die Abteilung wurde allm\u00e4hlich existent.<br \/>\n1961 wurden mit 140 Teilnehmern erstmals die Kreismeisterschaften in Ferndorf ausgetragen. Die Zahl der Aktiven war auf 20 gestiegen. In den Folgejahren ging es mal auf und mal ab. Dem Abstieg 1962 in die 2. Kreisklasse folgte 1963 der Wiederaufstieg mit noch nie da gewesenen 32-0 Punkten.<br \/>\nIm September 1969 erfolgte der Umzug in die Realschulturnhalle Kreuztal, wo mit anfangs 4 Trainingsstunden nach langen Jahren endlich die Gelegenheit zu intensiverem Training gegeben war. Erstmals agierte eine Abteilung des TuS in einer Halle au\u00dferhalb Ferndorfs. Mit den Worten: &#8216;Euch kann ich getrost ziehen lassen, ihr schafft das schon&#8217; wurde das Vorhaben vom 1. Vorsitzenden unterst\u00fctzt. Es wurde bald eine 2. Seniorenmannschaft ins Leben gerufen und au\u00dferdem sorgten zwei Jugendmannschaften f\u00fcr den n\u00f6tigen Aufwind.<br \/>\nErstmals wurden am 25.\/26.04.1970 die Kreuztaler Stadtmeisterschaften ausgerichtet.<br \/>\nIm Jahr 1974 gelang endlich der hei\u00df ersehnte Aufstieg in die Kreisliga. Am 27.11.1974 erfolgte der f\u00fcr lange Zeit letzte Umzug in die Halle D der Dreifachsporthalle Kreuztal. Seit dieser Zeit sorgen drei Trainingsabende mit insgesamt 11 Trainingsstunden f\u00fcr die besten Trainingsm\u00f6glichkeit seit Beginn der Abteilung. Die Stadtmeisterschaften fanden im Jahr 1975 erstmals in de Gro\u00dfturnhalle statt und erreichten im Jahr darauf eine Teilnehmerzahl von 220.<br \/>\nIn der Saison 1975\/1976 wurde eine dritte Seniorenmannschaft gemeldet und somit der steigenden Anzahl der Aktiven Rechnung getragen. Die erste Mannschaft wurde im Jahr 1977 Kreisligameister und stieg erstmals in die Bezirksklasse auf.<br \/>\nIm Jubil\u00e4umsjahr 1978 gelang dann der H\u00f6hepunkt der bisherigen Vereinsgeschichte. Alle drei Seniorenmannschaften stiegen auf.<br \/>\nDasselbe Kunstst\u00fcck gelang dann 7 Jahre sp\u00e4ter erneut.. Die erste Mannschaft stieg 1985 in die Bezirksliga auf, die Zweite spielte in der Bezirksklasse und die dritte Seniorenmannschaft schaffte den Sprung in die 1. Kreisklasse. F\u00fcr jeden Titel gab es noch ein Fass Bier von einer einheimischen Brauerei gesponsert, welche in einer Riesenfete in der SGV H\u00fctte gemeinsam getrunken wurden. Noch heute erinnert man sich gerne an diese Feier.<br \/>\n1980 stieg die erste Herrenmannschaft als Tabellenvierter, nach dem R\u00fcckzug einiger Mannschaften, \u00fcberraschend noch in die Landesliga auf. In den beiden Folgejahren stieg man jedoch zweimal wieder ab und befand sich 1982 wieder in der Bezirksklasse.<br \/>\n1983 musste die Damenmannschaft mangels aktiven Spielerinnen zur\u00fcckgezogen werden. Im Jahr darauf stiegen sowohl die 2. Herrenmannschaft in die Kreisliga, als auch die Jugendmannschaft in die Bezirksklasse auf.<br \/>\n1985 brach dann eine Heiratswelle aus: Andreas Nell, Georg Franz und Wolfgang Flender traten in den Stand der Ehe ein. Im Jahr darauf folgte dieser Heiratswelle eine Geburtswelle, denn nach Wolfgang Flender Ende 1985 wurden mit J\u00fcrgen Dilgert, Andreas Nell und Georg Franz noch drei weitere Aktive V\u00e4ter. Die Stadtmeisterschaften erreichten im Jahr 1986 eine Rekordteilnehmerzahl von 260 Meldungen. Ein deutliches Zeichen f\u00fcr das immer st\u00e4rker werdende Interesse an unserem Sport. Dies wurde unterstrichen durch die Tatsache, das in diesem Jahr erstmals eine vierte Herrenmannschaft f\u00fcr den Spielbetrieb gemeldet werden konnte. Leider stieg die 2. Mannschaft wieder aus der Bezirksklasse ab.<br \/>\n1987 musste man die vierte Mannschaft wieder vom Spielbetrieb zur\u00fcckziehen.<br \/>\nIm Jahr 1990 beendete dann Georg Franz, nach knapp drei\u00dfigj\u00e4hriger Amtszeit, seine T\u00e4tigkeit als Abteilungsleiter. An dieser Stelle m\u00f6chte ich nochmals das jahrelange Engagement hervorheben, mit dem er diese, sicher nicht immer leichte Aufgabe ausge\u00fcbt hat. Welche L\u00fccke er in diesem Bereich hinterlie\u00df, haben die ersten drei Jahre danach gezeigt. Ende 1992 musste man zudem den beruflich bedingten Weggang von Fred Sassmannshausen verkraften, der sich nach Koblenz ver\u00e4nderte und eine gro\u00dfe L\u00fccke, vorallem im Jugendbereich, hinterlie\u00df.<br \/>\nDoch man machte das Beste daraus und bereits ein Jahr sp\u00e4ter ging die Abteilungsfahrt aus Anlass des 40-j\u00e4hrigen Abteilungsjubil\u00e4ums Richtung Vallendar, der neuen sportlichen Heimat von Fred. Die Jahre 1992 und 1993 waren gepr\u00e4gt durch einige Wechsel in der Abteilungsleitung bis dann J\u00fcrgen Dilgert die Abteilung wieder in ruhigere Bahnen lenkte. Sportlich ist in dieser Zeit hervorzuheben, dass es mit J\u00fcrgen Lindenberg erstmals einem Spieler gelang 5 x in Folge Vereinsmeister zu werden. In den Jahre 1992 bis 1996 war er innerhalb der Abteilung nicht zu schlagen. Durch die Leistungsst\u00e4rke dieses Spielers, aber auch der St\u00e4rke der anderen, gelang es sich jahrelang in der Bezirksliga zu etablieren. Im Fr\u00fchjahr 1998 zog man dann erneut um. Die neu errichtete Zweifachhalle bietet seitdem die neue Trainingsst\u00e4tte der Tischtennisabteilung. Aufgrund der problematischen Hallenbelegung gerade dieser Halle, werden seit 2002 die Meisterschaftsspiele jedoch wieder in der Halle D der Dreifachturnhalle ausgetragen. 1999 erhielten wir erstmals den Zuschlag f\u00fcr die Ausrichtung des Ortentscheides f\u00fcr Minis unter der F\u00fchrung des DTTB. Im Jahr 2000 erlangte die 1. Jugendmannschaft mit dem Aufstieg in die Verbandsliga, den gr\u00f6\u00dften Erfolg der Vereinsgeschichte. Die jahrelange, kontinuierliche Aufbauarbeit hatte sich ausgezahlt. In der Aufstellung: Jan Schreiber, Manuel Simm, Andreas Rohn und Patrick Flender spielte man in der h\u00f6chsten deutschen Jugendklasse. Im Jahr 2001 richteten wir erstmals die Westdeutschen Sch\u00fclermannschaftsmeisterschaften aus. Diese Veranstaltung war f\u00fcr alle Beteiligten ein gro\u00dfer Erfolg, denn obwohl wir erst kurzfristig f\u00fcr einen anderen Veranstalter eingesprungen waren, wurden alle organisatorischen Aufgaben zur Zufriedenheit aller erledigt. Daher wurde uns bereits angeboten auch weiterhin solche Veranstaltungen f\u00fcr den WTTV auszurichten. In diesem Jahr 2003 gelang, wie bereits zum 25 j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um, erneut der Aufstieg der ersten Herrenmannschaft in die Bezirksliga. Vorallem die Art und Weise dieses Aufstieges l\u00e4sst f\u00fcr die n\u00e4chste Saison einiges erwarten. Nach dreij\u00e4hriger Pause fanden in diesem Jahr au\u00dferdem die Stadtmeisterschaften erstmals als offenes Turnier statt, d.h. es konnte jeder aus dem Bereich des Bezirkes Siegerland teilnehmen. Das gro\u00dfe Interesse und die erstaunlich hohe Teilnehmerzahl haben uns motiviert, bereits jetzt mit den Vorbereitungen auf das kommende Jahr zu beginnen. Doch es wird nicht nur Tischtennis gespielt. Wanderungen nach Helberhausen, zum Kindelsbergturm oder nach M\u00fcsen wurden ebenso durchgef\u00fchrt wie Ein- oder Mehrtagesfahrten nach Vallendar, W\u00fcrzburg oder an die Mosel. Ende der Siebziger fand sogar eine Autorallye statt. Teilnahmen an Kreismeisterschaften, Bezirksmeisterschaften geh\u00f6rten ebenso dazu, wie die legend\u00e4ren Feiern in &#8216;Flenders H\u00fctte&#8217;. Den meisten ist bestimmt auch noch die Feier in der SGV H\u00fctte Ferndorf zum Aufstieg der drei Herren -mannschaften im Jahre 1985 in Erinnerung. Dort fand auch die vorerst letzte Feier zum 50 j\u00e4hrigen Abteilungsjubil\u00e4um statt. An dieser Stelle sei auch nochmal den Freunden und F\u00f6rderern der Tischtennis- Abteilung gedankt, die sich in all den Jahren, vorallem in den schweren Anfangsjahren, f\u00fcr den Tischtennissport engagiert haben. Nur dadurch war es m\u00f6glich die Abteilung in seiner jetzigen Form entstehen zu lassen. Wir sollten alles daf\u00fcr tun, das sich auch in den n\u00e4chsten 50 Jahren m\u00f6glichst viele, vorallem Jugendliche f\u00fcr den Sport im Verein und damit f\u00fcr die Gesellschaft entscheiden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein halbes Jahrhundert Tischtennis im TuS Ferndorf In England wurde Prinzessin Elisabeth zur K\u00f6nigin gekr\u00f6nt, erstmals bestieg ein Mensch den Mt. 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